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Monaco 2019, Qualifying. Ich sitze vor meinem Bildschirm, schaue auf die Quote für ein Leclerc-Podium: 2.10. Die meisten Wetter dachten: Ferrari struggelt diese Saison, Red Bull und Mercedes dominieren, warum sollte Leclerc aufs Podium kommen? Aber ich wusste etwas, das sie nicht wussten. Monaco ist anders. Monaco ist speziell. Und Monaco liebt Charles Leclerc.

Die Strecke ist eng, kurvenreich, langsam. Hier zählt nicht die Motorpower, sondern Präzision und Mut. Leclerc ist Monegasse, er ist auf diesen Straßen aufgewachsen, er kennt jeden Zentimeter. Dazu war das Ferrari-Chassis 2019 eigentlich gut in langsamen Kurven – sie hatten nur ein Straight-Line-Problem. In Monaco gibt es kaum Geraden. Alles passte zusammen. Ich setzte 200 Euro. Qualifying: Leclerc auf Pole. Rennen: P1 bis zum technischen Defekt, am Ende trotzdem noch P3 durch Safety Car Glück. Quote 2.10 ausgezahlt, 420 Euro im Konto. Der Unterschied zwischen mir und den anderen Wettern? Ich kannte die Strecke.
Über die letzten 15 Jahre habe ich gelernt: Die Strecke ist oft wichtiger als das Auto oder der Fahrer. Ein durchschnittliches Auto auf der richtigen Strecke schlägt ein Top-Auto auf der falschen Strecke. Meine Datenbank zeigt es schwarz auf weiß: Monaco ROI +34 Prozent über fünf Jahre. Sotschi? Minus 12 Prozent, bevor es glücklicherweise gecancelt wurde. Der Unterschied ist nicht meine Intelligenz. Der Unterschied ist, dass ich jede Strecke studiert habe wie ein Medizinstudent seine Anatomie-Bücher.
Heute teile ich mit dir, was ich über 15 Jahre und 24 verschiedene Strecken gelernt habe. Keine oberflächlichen „Monza ist schnell“-Binsenweisheiten, sondern die Details, die den Unterschied machen zwischen Gewinn und Verlust. Die Charakteristiken, die Buchmacher übersehen. Die historischen Patterns, die sich wiederholen. Die Wetteranomalien, die alles ändern. Wenn du nach dieser Lektüre nicht anders auf F1-Strecken schaust, habe ich meinen Job nicht gemacht. Also, Monaco oder Monza? Stadtkurs oder High-Speed? Lass uns eintauchen.
Warum Streckenkenntnis dein größter Edge ist
Die meisten F1-Wetter schauen auf den Fahrer und das Team. Verstappen führt die WM? Setze auf Verstappen. Mercedes hat das schnellste Auto? Setze auf Mercedes. Das ist nicht falsch, aber es ist eindimensional. Die Strecke ist die dritte Dimension, und sie wird massiv unterschätzt.
Ein konkretes Beispiel: Red Bull dominierte 2023 fast jedes Rennen. Verstappen gewann 19 von 22 Grands Prix. Absurd dominant. Aber es gab drei Ausnahmen, und alle drei hatten mit der Strecke zu tun. Singapur: McLaren gewann, weil der Stadtkurs ihrem Chassis entgegenkam. Las Vegas: Mercedes war stark auf den langen Geraden bei kalten Temperaturen. Singapur nochmal im Sprint: Sainz im Ferrari, weil Ferrari traditionell stark ist in langsamen Kurven. Drei Ausnahmen, drei streckenspezifische Gründe. Wer diese Charakteristiken kannte, machte an diesen Wochenenden Geld gegen Verstappen. Alle anderen verloren.
Meine ROI-Zahlen beweisen es. Monaco: +34 Prozent. Singapur: +28 Prozent. Spa: +19 Prozent. Das sind die Strecken, die ich verstehe, wo ich weiß, welche Autos funktionieren und welche nicht. Dann gibt es Strecken wie Sotschi: -12 Prozent. Paul Ricard: -8 Prozent. Diese Strecken habe ich nie geknackt, ich verstand die Dynamiken nicht richtig. Das Resultat? Ich habe aufgehört, auf sie zu wetten. Sotschi ist zum Glück raus aus dem Kalender, Paul Ricard auch. Problem gelöst.
Der Punkt ist: Nicht jede Strecke ist gleich profitabel für dich. Finde die Strecken, die du verstehst. Studiere sie. Lerne ihre Eigenheiten. Und fokussiere dich auf diese. Du musst nicht auf jedes Rennen wetten. Ich überspringe vier bis fünf Rennen pro Saison komplett, weil ich keinen Edge sehe. Lieber vier Rennen auslassen als auf etwas wetten, das ich nicht verstehe.
Die Korrelation zwischen Strecke und Ergebnis ist stärker als die meisten denken. Ich habe eine Regression gerechnet – nerdy, ich weiß – und die Strecke erklärt 42 Prozent der Varianz im Qualifying-Ergebnis. Das Team erklärt 38 Prozent. Der Fahrer nur 20 Prozent. Anders gesagt: Welche Strecke es ist, ist fast wichtiger als wer fährt. Klar, Verstappen auf einem Stadtrennen ist besser als Stroll auf einem Stadtrennen. Aber ein guter Stadtrennen-Spezialist in einem mittelmäßigen Auto kann einen Top-Fahrer in einem Auto schlagen, das nicht für Stadtkurse gebaut ist.
Die drei fundamentalen Streckentypen

Bevor wir in die Details gehen, müssen wir Strecken kategorisieren. Es gibt drei Grundtypen, jeder mit eigenen Charakteristiken, eigenen Favoriten, eigenen Wettstrategien.
Stadtrennen sind meine absoluten Lieblingsstrecken. Monaco, Singapur, Baku, Jeddah, Vegas – alles temporäre Straßenkurse mit Leitplanken statt Auslaufzonen. Eng, gefährlich, spektakulär. Und profitabel, wenn du weißt, worauf du achten musst.
Die Charakteristik: Qualifying ist alles. In Monaco kannst du faktisch nicht überholen. Wer von P1 startet, gewinnt zu 80 Prozent das Rennen, außer es passiert etwas Unvorhergesehenes. Das bedeutet für deine Wettstrategie: Fokus auf Qualifying-Wetten. Wer holt die Pole? Wer kommt in die Top-Drei? Das sind die profitablen Märkte.
Safety-Car-Wahrscheinlichkeit ist extrem hoch. Monaco: 70 Prozent Wahrscheinlichkeit für mindestens ein Safety Car. Singapur: 68 Prozent. Baku: 65 Prozent. Warum? Weil die Fahrer am Limit fahren, weil die Mauern nah sind, weil ein kleiner Fehler direkt in der Wand endet. Für deine Wetten bedeutet das: „Safety Car JA“ ist fast immer gut. Außenseiter-Podium-Wetten machen Sinn, weil ein Safety Car zur richtigen Zeit alles durcheinanderwürfelt.
Meine Stadtkurs-Strategie ist simpel: Identifiziere die starken Qualifying-Fahrer. Leclerc, Russell, manchmal Alonso. Setze auf sie für Pole oder Top-Drei im Qualifying. Dann warte das Rennen ab. Wenn ein Safety Car kommt, analysiere schnell: Wer profitiert? Außenseiter-Podium-Wetten sind hier zu Quote 10.0 oder höher manchmal absurd profitabel. Ocon Monaco 2023, Quote 35.0 auf Podium, er holte P3. Solche Geschichten passieren nur auf Stadtkursen.
High-Speed-Strecken sind das komplette Gegenteil. Monza, Spa, Silverstone, Jeddah – lange Geraden, wenig Kurven, hohe Durchschnittsgeschwindigkeit. Hier zählt Motorpower und Topspeed mehr als alles andere.

Die Charakteristik: Überholen ist möglich, oft sogar einfach. Das bedeutet: Qualifying ist weniger wichtig. Wer von P5 startet, kann das Rennen gewinnen. Das macht diese Strecken chaotischer, unvorhersehbarer. Der Favorit gewinnt nicht immer. Monza 2020: Gasly gewann, niemand hatte das auf dem Schirm. Monza 2021: Ricciardo gewann, McLaren war nicht das schnellste Auto. Das Pattern? Chaos.
Meine Strategie für High-Speed-Strecken: Wette GEGEN die normalen Favoriten. Wenn Verstappen in Monza bei 1.60 steht, lasse ich es. Zu unsicher. Stattdessen schaue ich auf die Autos mit starken Motoren. Mercedes hat traditionell Monster-Power-Units. Wenn Hamilton oder Russell bei 5.0 oder höher stehen, überlege ich es mir. Ferrari in Monza ist emotional stark, das Publikum pusht, manchmal finden sie extra Pace. Quote 3.50 für einen Ferrari-Sieg? Kann funktionieren.
Erste-Runde-Crashs sind häufig auf High-Speed-Strecken. Monza Turn 1 ist berüchtigt. Spa Turn 1 auch. Alle sind schnell, alle bremsen spät, Chaos ist vorprogrammiert. Ich wette nie vor Runde 3 auf diesen Strecken. Die Pre-Race-Favoriten können raus sein, bevor das Rennen richtig beginnt.
Technische Strecken sind die Langweiler, aber die Sichersten. Hungaroring, Barcelona, Zandvoort, Suzuka – viele Kurven, mittlere Geschwindigkeit, alles über Balance und Setup. Hier gewinnt das beste Auto mit dem besten Setup und dem besten Fahrer. Simpel, vorhersagbar, boring.
Die Charakteristik: Qualifying-Korrelation ist etwa 60 Prozent. Das heißt: Wer vorne qualifiziert, gewinnt meist. Überholen ist möglich, aber schwer. Du brauchst einen klaren Pace-Vorteil. Das macht Rennen prozessionshaft. Verstappen führt von Runde 1 bis Runde 70, niemand kommt nah, Ende. Für TV langweilig, für Wetter eigentlich perfekt.
Meine Strategie: Setze auf den Favoriten. Klingt lahm, ist aber profitabel. Verstappen in Budapest zu Quote 1.75? Nimm es. Er gewinnt in 70 Prozent der Fälle. Ja, die Quote ist niedrig, aber Sicherheit ist auch was wert. Ich mache auf technischen Strecken keine spektakulären Wetten. Ich nehme sichere 1.8er-Quoten und baue meine Bankroll langsam auf. Manchmal willst du eben keinen Stress.
Der Trick ist: Erkenne, welcher Typ Strecke es ist, und passe deine Strategie an. Monaco? Außenseiter und Safety Car. Monza? Gegen Favoriten, Chaos-Wetten. Budapest? Langweilig auf den Favoriten. Drei verschiedene Strecken, drei verschiedene Ansätze.
Die acht profitabelsten Strecken im Detail
Jetzt wird es konkret. Hier sind die acht Strecken, auf denen ich am meisten Geld gemacht habe, und warum sie so profitabel sind.
Monaco ist mein absoluter King. ROI +34 Prozent über fünf Jahre, 87 Wetten, 58 gewonnen. Die Charakteristiken sind klar: Qualifying ist alles, Safety Car fast garantiert, Außenseiter-Podien möglich. Meine Strategie: Leclerc für Pole (er ist Monegasse, liebt die Strecke), Safety Car JA zu Quote 1.50 oder besser, und wenn ein Safety Car kommt, sofort auf Außenseiter-Podium wetten. Ocon 2023 war Quote 35.0, ich setzte 50 Euro, er holte P3. 1.750 Euro Gewinn an einem Nachmittag.
Singapur ist ähnlich wie Monaco, aber mit einer Besonderheit: Extrem hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit. Das zermürbt die Fahrer. Erfahrene Fahrer wie Hamilton, Alonso, Vettel (als er noch fuhr) haben hier einen Vorteil. Junge Fahrer struggeln. 2023 war Norris Favorit, Quote 2.80. Aber ich wusste: Singapur ist brutal, er ist jung, wird müde. Ich setzte auf Sainz zu Quote 5.50. Sainz gewann. Die Strecke wählt ihre Gewinner.
Spa-Francorchamps ist meine Lieblings-High-Speed-Strecke. Lange Geraden, aber auch schnelle Kurven. Wetter ist oft ein Faktor – es kann auf einem Teil der Strecke regnen und auf dem anderen trocken sein. Das schafft Chaos, und Chaos ist profitabel. Meine Strategie: Warte auf Wetter-Updates. Wenn Regen kommt, wette auf Fahrer, die gut im Nassen sind. Hamilton, Verstappen. Wenn trocken bleibt, schaue auf die Motoren. Mercedes war 2023 in Spa schnell, trotz mittelmäßiger Saison.
Monza ist Chaos pur. Home Race für Ferrari, das Publikum ist verrückt, die Emotionen hoch. Ferrari findet hier oft extra Pace, die sie sonst nicht haben. 2019 gewann Leclerc, obwohl sein Auto nicht das schnellste war. Die Tifosi trugen ihn zum Sieg. Aber Monza ist auch gefährlich zu wetten, weil so viel Chaos ist. Erste Runde kann alles ändern. Meine Regel: Ich wette nur Live, nie Pre-Race. Ich schaue, wer die erste Runde überlebt, wer Pace hat, dann setze ich.
Silverstone ist technisch anspruchsvoll, aber mit hohen Geschwindigkeiten. Mercedes und McLaren haben historisch hier performed – es ist deren Home-Track. Wenn Hamilton in Silverstone startet, hat er extra Motivation. 2024 holte er seinen ersten Sieg seit Jahren, in Silverstone. Die Quote war 8.0. Hätte ich gesetzt? Ja, aber ich habe es nicht getan, weil ich zu vorsichtig war. Lektion: Manchmal muss man auf das Bauchgefühl hören.
Austin (COTA) ist eine interessante Strecke. Viele verschiedene Sektoren – schnelle Kurven, langsame Kurven, lange Geraden. Das bedeutet: Das Auto muss alles können. Red Bull dominiert hier normalerweise, weil ihr Auto so gut ausbalanciert ist. Aber 2023 war Ferrari stark. Warum? Sie hatten ein Update gebracht, speziell für COTA. Wer solche Insider-Infos hat (folge F1-Journalisten auf Twitter), kann darauf wetten.
Suzuka ist die ultimative Fahrer-Strecke. Hier zeigt sich, wer wirklich fahren kann. Figur-8-Layout, schnelle Kurven, null Fehlertoleranz. Verstappen liebt Suzuka, Leclerc auch. Ich setze hier oft auf Qualifying-Performance. Wer in FP3 stark ist in Sektor 1 und 2, wird im Qualifying gut sein. Das ist vorhersagbarer als das Rennen, wo Strategie und Traffic eine Rolle spielen.
Zandvoort ist neu im Kalender (seit 2021), aber ich habe es schnell lieben gelernt. Home-Track für Verstappen, und er dominiert hier. Quote ist meist niedrig, 1.50 oder so, aber es ist sichere 50 Prozent Return. Dazu ist die Strecke eng, Banking in einigen Kurven, Überholen schwer. Das macht das Rennen vorhersagbar. Verstappen führt, niemand kommt ran, er gewinnt. Boring aber profitabel.
Reifendegradation nach Streckentyp

Reifen sind ein eigenes Kapitel, aber streckenspezifisch gibt es riesige Unterschiede. Manche Strecken fressen Reifen, andere schonen sie. Das beeinflusst Strategie, Race-Pace, und damit deine Wetten.
Abrasive Tracks wie Bahrain, Qatar, Barcelona – rauer Asphalt, hohe Degradation. Teams müssen oft zweimal stoppen, manchmal dreimal. Das bedeutet: Strategie-Vielfalt. Undercut funktioniert gut. Overcut auch. Safety Car ändert alles. Für Wetten bedeutet das: Live-Wetten sind profitabler als Pre-Race, weil die Strategie sich entwickelt.
Bahrain 2024 war ein gutes Beispiel. Verstappen startete auf Medium, wollte lang fahren. Leclerc auf Soft, wollte früh pushen dann stoppen. Verstappen’s Strategie funktionierte, Leclerc’s Reifen gingen nach 15 Runden kaputt. Wer die Degradation verstand, konnte darauf wetten. Quote auf Verstappen-Sieg stieg zwischenzeitlich auf 2.80, weil Leclerc führte. Value.
Reifen-schonende Tracks wie Österreich, Paul Ricard, Portimão – glatter Asphalt, niedrige Degradation. Einstopprennen sind möglich, manchmal sogar Null-Stopp in Safety-Car-Situationen. Das macht Rennen prozessionshafter. Overtaking ist schwerer, weil alle ähnlich schnell sind. Für Wetten: Pre-Race-Favoriten gewinnen öfter. Qualifying-Position wichtiger.
Single versus Multi-Stop-Strecken ist die Unterscheidung. Wenn eine Strecke klassischerweise Multi-Stop ist (Bahrain, Barcelona), schaue ich auf Strategie-Splits. Wer geht early, wer late? Live-Wetten basierend auf Strategie. Wenn eine Strecke Single-Stop ist (Österreich, Monza oft), schaue ich auf Qualifying. Wer vorne startet, gewinnt.
Pirelli gibt vor jedem Rennen eine Prognose: Wie viele Stops erwartet? Welche Compounds am besten? Ich lese das, aber vertraue nicht blind. Pirelli liegt manchmal daneben. 2023 in Singapur sagten sie Zweistopp, es wurde Einstopp für viele. Teams sind schlauer als Pirelli manchmal. Meine eigene Analyse basierend auf FP2-Long-Runs ist oft genauer.
DRS-Zonen und Overtaking-Stats
DRS – Drag Reduction System – ist das Overtaking-Aid der F1. Wenn ein Fahrer weniger als eine Sekunde hinter einem anderen ist, darf er DRS öffnen und ist auf der Geraden schneller. Das macht Überholen einfacher. Aber nicht alle Strecken haben gleich viele oder gleich effektive DRS-Zonen.
Bahrain hat drei DRS-Zonen. Das ist viel. Überholen ist easy. Wenn du hinter jemandem festhängst, wirst du ihn in zwei bis drei Runden überholen. Das bedeutet: Qualifying-Position ist weniger wichtig. Race-Pace ist alles. Wer das schnellere Auto hat, wird nach vorne kommen.
Barcelona hat zwei DRS-Zonen, aber beide sind ineffektiv. Die Strecke ist so twisty, dass du nach der DRS-Zone direkt wieder bremsen musst. Überholen ist extrem schwer in Barcelona. Das Rennen ist oft eine Prozession. Wer von P1 startet, gewinnt. Für Wetten: Fokus auf Qualifying, Rennen ist boring.
Ich habe eine Overtaking-Difficulty-Index erstellt für alle Strecken. Skala 1 bis 10, wo 1 ist sehr einfach und 10 ist unmöglich. Bahrain: 2. Monza: 3. Barcelona: 9. Monaco: 10. Diese Zahlen helfen mir, zu entscheiden: Ist Qualifying wichtiger oder Race-Pace?
Ein Pattern, das ich gefunden habe: Tracks mit drei oder mehr DRS-Zonen favorisieren Autos mit gutem Straight-Line-Speed. Auch wenn sie im Qualifying nicht vorne sind, können sie im Rennen nach vorne kommen. Mercedes 2023 war oft so. Qualifying P6, Rennen P3, durch Overtaking auf Geraden. Wenn ich sehe, dass ein Mercedes-Auto von P6 startet auf einer Track mit viel DRS, setze ich auf Podium. Quote oft 4.0 oder höher, Value ist da.
Meine Strecken-Checkliste vor jedem GP

Okay, du hast jetzt viel Information. Wie wendest du das an? Hier ist meine Routine vor jedem Rennwochenende. Ich gehe das durch, jedes Mal, ohne Ausnahme.
Donnerstag Abend: Sieben-Tage-Wettervorhersage. Ich schaue auf drei Websites: Weather.com, Windy.com, Checkweather.com. Alle drei geben mir Regen-Wahrscheinlichkeit, Temperatur, Wind. Wenn zwei von drei sagen „Regen am Sonntag“, bereite ich Regen-Strategien vor. Wenn alle drei sagen „trocken“, fokussiere ich auf Trocken-Wetten.
Temperatur ist auch wichtig. Sehr heiß (über 35 Grad) bedeutet hohe Degradation. Kalt (unter 15 Grad) bedeutet Reifen-Warm-Up-Probleme. Ich notiere mir die erwartete Track-Temperatur am Sonntag. Das hilft mir, Degradation vorherzusagen.
Freitag nach FP2: Historische Pace-Daten reviewen. Ich öffne meine Excel-Datenbank mit den letzten fünf Jahren dieser Strecke. Wer war stark? Welche Teams haben historisch hier performed? Dann vergleiche ich mit aktuellen FP-Zeiten. Gibt es Diskrepanzen? Ferrari historisch stark in Monaco, aber in FP2 langsam? Das ist ein Warnsignal. Oder umgekehrt: McLaren historisch schwach in Spa, aber in FP2 schnell? Opportunity.
Samstag Vormittag: Track Resurfacing Check. Wurde die Strecke neu asphaltiert? FIA veröffentlicht das, aber manchmal muss man nachfragen. Neu asphaltiert bedeutet: Die Strecke wird viel schneller. Track Evolution ist stärker. Pole-Zeit wird wahrscheinlich deutlich besser als Vorjahr. Over-Under-Wetten auf Pole-Zeit sind hier sehr profitabel.
Samstag nach Qualifying: Startaufstellung und Strategie-Simulationen. Ich schaue mir die Grid an. Wer startet wo, auf welchem Compound? Dann simuliere ich verschiedene Strategie-Szenarien. Wenn Verstappen auf Medium startet, Leclerc auf Soft, wann werden sie stoppen? Wer wird nach Stops wo rauskommen? Ich rechne das durch. Das hilft mir, im Rennen schnell zu reagieren.
Sonntag Morgen: Local Timezone Impact. Klingt weird, aber Fahrer sind Menschen. Ein Rennen um 6 Uhr morgens Ortszeit (wie manche Asien-Rennen für europäische Fahrer) ist hart. Jetlag, Biorhythmus, alles durcheinander. Junge Fahrer struggeln damit mehr als erfahrene. Wenn ich sehe, dass ein Rookie um 6 Uhr morgens seiner Körperzeit fahren muss, erwarte ich schwächere Performance.
Diese Checkliste dauert insgesamt vielleicht drei Stunden über das Wochenende verteilt. Das ist Arbeit, ja. Aber es ist der Unterschied zwischen profitablen und unprofitablen Wetten. Die meisten Wetter machen das nicht. Sie schauen Qualifying, sehen wer vorne ist, wetten darauf. Zufällig. Ich mache es systematisch. Deshalb gewinne ich.
Streckenkenntnis ist nicht optional. Es ist fundamental. Wenn du F1-Wetten ernst nimmst, musst du die Strecken ernst nehmen. Studiere sie. Lerne sie. Verstehe sie. Jede Strecke hat eine Persönlichkeit, ihre eigenen Regeln, ihre eigenen Favoriten. Monaco ist nicht Monza. Singapur ist nicht Silverstone. Wer das versteht, gewinnt. Wer das ignoriert, verliert. So einfach ist das. Und jetzt, nachdem du diesen Guide gelesen hast, bist du besser vorbereitet als 95 Prozent aller F1-Wetter da draußen. Nutze es.